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A

Eine Anheizklappe dient dazu, das Anheizen eines kalten Speicherofens mit Nachheizzügen (das sind die verlängerten Rauchgaswege in einem Speicherofen) zu erleichtern. Durch die Verkürzung des Anheizweges verhindert die Klappe, dass der Ofen bei der Inbetriebnahme qualmt und schlecht zieht. Sind Ofen und Schornstein dann warm, schafft der Schornsteinzug auch den längeren Abgasweg, und die Anheizklappe kann wieder geschlossen werden. Anheizklappen werden sowohl mit automatischer Steuerung als auch für manuelle Bedienung angeboten.

Anzündhilfen dienen dazu, schnell ein kräftiges Holzfeuer in Gang zu bringen. Dafür sollte man weder Papier oder Pappe noch Zeitungen verwenden. Am besten geeignet sind Kleinholz – vorzugsweise Nadelholz – und natürliche Anzünder, denn sie sind umweltfreundlich und funktionieren sicher.

B

Laubhölzer sind bestens als Feuerholz geeignet. Beliebt sind insbesondere Buche und Birke. Buche entwickelt ein schönes Flammenbild und hat einen hohen Brennwert. Birke ist etwas leichter und brennt daher schneller ab, riecht dafür beim Verbrennen angenehm. Speziell in Süddeutschland wird zudem sehr häufig Fichte verbrannt. Fichtenholz ist wie alle Nadelhölzer deutlich leichter als Laubholz und brennt dadurch noch schneller ab. Zudem spritzt bzw. springt Nadelholz auf Grund seines Harzgehaltes, wodurch Scheiben und Feuerraum schneller verschmutzten; als Anzünder ist Nadelholz dagegen sehr gut geeignet. Brennholz darf eine Restfeuchte von höchstens 20%, besser noch 15% aufweisen.

Nur trockenes Holz brennt sauber und schadstoffarm. Schon bei einer Restfeuchte von 20% sinkt der Brennwert rapide. Zudem wird der Ofen zum „Stinker“ und sorgt für Nachbarschaftsbelästigung. Absolut tabu sind imprägnierte und lackierte Hölzer, da sie unkontrolliert giftige und gesundheitsschädigende Dämpfe und Abgase entwickeln können. Hierdurch wird nicht nur die Umwelt belastet, auch Ofen und Schornstein leiden darunter massiv.

Zur Aufbewahrung sollte man das Brennholz in kleine Scheite spalten und mindestens 2 Jahre luftig und überdacht lagern. Optimal ist es, sein Feuerholz 3 bis 5 Tage vor dem Einsatz neben dem Ofen aufzubewahren. Dann ist es „zundertrocken“ und hat den höchsten Heizwert.

Im Brennraum von Kaminen und Öfen entstehen Temperaturen bis über 1000°C. Er ist damit das Herz der Feuerstelle – hier werden rund 50% der erzeugten Energie und Wärme freigesetzt. Kein Wunder also, dass der Brennraum das am meisten belastete Bauteil ist und sowohl mechanisch als auch thermisch besonders gut durchdacht sein muss.

Zentral für die schonende Behandlung des Brennraums ist es, das Feuer schnell zu entfachen und Temperaturen von über 600° C zu erreichen. Je länger der Anheizvorgang dauert, desto schlechter ist das für den Brennraum. Abbrände mit geringen Temperaturen sind Ruß- und Kondensathaltig, wodurch z. B. Glanzrußablagerungen den Brennraum beschädigen können.

E

Eine offene Feuerstelle, die nicht mit Holz, sondern mit Bioethanol betrieben wird und keine Anbindung an den Schornstein benötigt. Ein Ethanol Kamin ist kein Kamin im klassischen Sinne, sondern ein Dekorationsobjekt: Er kann praktisch überall aufgestellt werden und verbreitet die Gemütlichkeit eines flackernden Feuers, ist dabei aber sehr pflegeleicht: Es fällt keine Asche an, das Feuer kann ohne Verzögerung sowohl entzündet als auch gelöscht werden und man braucht kein Kaminholz.

Das Ethanol wird in Brennkammern eingefüllt und verbrennt rückstandsfrei und ohne Geruch. Der Wärmeentwicklung ist sehr begrenzt; ein Heizeffekt wird nicht erzielt. Bei der Handhabung von Ethanol müssen bestimmte Sicherheitshinweise eingehalten werden.

F

Darunter versteht man jene Energievorräte, die vor Jahrmillionen aus Biomasse entstanden sind, wie z.B. Erdöl, Erdgas, Steinkohle. Alles, was von diesen Vorräten abgebaut wird, ist ein für allemal weg und entsteht nicht wieder neu. Das führt dazu, dass diese Rohstoffe im Laufe der Jahre immer knapper und somit teurer werden. Die Alternative sind nachwachsende Rohstoffe.

Damit bezeichnet man die optimale Menge Holz, mit der ein Feuerraum gefüllt werden sollte. Ein Zuviel oder Zuwenig an Holz vermindert den Wirkungsgrad und verschlechtert die Qualität des Abbrandes deutlich.

G

Der Gaskamin ist eine unkomplizierte Alternative zum klassischen Holzkamin. Er wird entweder mit Erdgas oder mit Propangas betrieben, bietet ein schönes Flammenbild und wird einfach per Fernbedienung entzündet und wieder gelöscht. Der Pflegebedarf ist sehr gering: das Gas verbrennt rückstandslos und sauber, es gibt keinen Funkenflug und sehr wenig Emissionen. Es gibt zwei verschiedenen Typen von Gaskaminen: Der offene Gaskamin ist von der optischen Wirkung her mit den klassischen Kamin mit Holzfeuer durchaus vergleichbar. Allerdings ist auch seine Heizwirkung vergleichbar gering.

Beim geschlossenen Gaskamin ist der Brennraum mit einer Panoramascheibe aus Glaskeramik geschlossen und er entfaltet er eine beträchtliche Heizwirkung, die mit einem holzbetriebenen Heizkamin absolut vergleichbar ist.

Scheiben für Kamine und Öfen bestehen heute aus hochwertiger, extrem hitzebeständiger transparenter Glaskeramik. Diese „Scheiben“ ermöglichen den Blick in den Brennraum und auf das Feuer. Da sie hohe Oberflächentemperaturen erreichen (bis 400°C), strahlen sie viel Wärme in den Raum ab. Deshalb muss bei der Planung der Feuerstelle die Ausrichtung der Scheibe gut überlegt werden.

ist das, was übrig bleibt, wenn der Brennstoff (z.B. Holz) abgebrannt ist. Die Flammen sind erloschen, aber die Glut strahlt noch über einen längeren Zeitraum Wärme ab. Bei Zufuhr von Sauerstoff kann sie erneut aufflammen.

Die ist der älteste Werkstoff für mechanisch stabile und langlebige Bauteile bei Kaminen und Öfen. Sie haben von allen Metallen die geringste Ausdehnung und Spannung und sind außerordentlich langlebig.

H

Ein Heizkamin ist ein Kamin, dessen Feuerraum mit einer Sichtscheibe aus Glaskeramik geschlossen ist. Dadurch ist sowohl die Heizleistung als auch der Wirkungsgrad deutlich höher als bei einem herkömmlichen offenen Kamin – ein Heizkamin ist eine echte Wärmequelle für den Raum und eine sinnvolle Ergänzung zur Heizung. Die Heizwirkung kommt einerseits durch die Strahlung der Scheibe und andererseits durch die Abgabe warmer Luft in den Wohnraum zustande (Konvektion).

Von der Konstruktion her besteht der Heizkamin aus einem vorgefertigten Kamineinsatz (Heizeinsatz) aus Stahl oder Gusseisen und einem Feuerraum aus Schamotte oder Vermeculite sowie der Sichtscheibe aus Glaskeramik. Der Kamineinsatz wird in aller Regel direkt an den Schornstein angebunden und anschließend mit keramischem Material verkleidet. Da es sich bei einem Heizkamin um eine geschlossene Feuerstelle handelt, kann zudem gezielt Verbrennungsluft zugeführt werden – ein Heizkamin benötigt daher wesentlich weniger Verbrennungsluft aus dem Raum.

Durch den Einbau eines wasserführenden Kamineinsatzes lässt sich der Heizkamin auch in die Zentralheizung des Hauses integrieren, so dass seine Leistung zur Beheizung aller Räume genutzt werden kann.

Die Heizleistung eines Ofens, Kamins, Kachelofens etc. wird in kW (Kilowatt) angegeben. Dieser Wert sagt allerdings nur aus, dass mit dem betreffenden Wärmeerzeuger die angegebene Leistung über ca. 1,5 Stunden bereitgestellt werden kann. Er gibt dagegen keine Auskunft darüber, welchen Aufwand man betreiben muss, um diese Heizleistung zu erzielen – und dieser Aufwand kann sehr unterschiedlich sein!

Ein Beispiel: Für eine gleichmäßige, mittlere Heizleistung von 3 kW über 24 Stunden muss man

  • einen Speicherofen nur einmal mit 20 kg Holz oder zweimal mit 10 kg Holz befeuern.
  • einen Kaminofen oder Warmluftofen muss man dagegen für dieselbe Leistung alle zwei Stunden mit ca. 2 kg Holz befeuern. Das bedeutet, dass man am Tag zehn bis zwölf Mal jeweils 2 kg Holz auflegen muss.

Davon abgesehen wird die Heizleistung über die Brennstoffmenge bestimmt. 1 kg Holz hat eine Energiemenge von ca. 4 kWh (= Kilowattstunden). Somit werden z.B. bei der Verbrennung von 10 kg Holz 40 kWh als Wärmemenge freigesetzt. Über die Menge an Holz, die man verfeuert, kann also die gewünschte Heizleistung gesteuert werden. Die unterschiedlichen Systeme, nach denen Kamine und Öfen ihre Wärme abgeben, beeinflussen zusätzlich den tatsächlich möglichen Heizeffekt: ein Warmluftkamin bzw. Heizkamin bringt eine schnelle und hohe Heizleistung, ein Kachelofen dagegen eine geringere Heizleistung, diese jedoch kontinuierlich über einen langen Zeitraum.

Der Heizwert gibt Auskunft darüber, welcher Nutzen bei der Verbrennung von Holz erzielt werden kann (also die Wärmemenge in kWh, die erzeugt wird). In dieser Hinsicht unterscheiden sich die verschiedenen Holzarten relativ wenig voneinander: Nadelhölzer besitzen einen Heizwert von ca. 4,4 – 4,5 kWh/kg und Laubhölzer 4,1- 4,2 kWh/kg, jeweils bezogen auf zwei Jahre trocken gelagertes Scheitholz. Bezieht man die Kosten in den Vergleich mit ein, sieht das so aus: Brennholz wird nach Kubikmeter (= m³) bezahlt. Ein Kubikmeter Nadelholz hat ein Gewicht von ca. 360 kg, ein Kubikmeter Laubholz dagegen von 510 kg. Pro gekauften Kubikmeter hat Nadelholz somit einen Heizwert von ca. 1600 kWh/m³ und Laubholz einen Heizwert von 2100 kWh/m³ – Nadelholz müsste in der Anschaffung unter diesem Aspekt also über 20% günstiger sein als Laubholz.

Den entscheidenden Einfluss auf den Heizwert hat jedoch die Holzfeuchte. Die Holzfeuchte gibt die Menge Wasser die noch im Holz eingelagert ist an. Je höher diese ist, desto schlechter ist der Heizwert. Frisch geschlagenes Holz besitzt in etwa nur den halben Heizwert von gut gelagertem Scheitholz. Ein Rechenbeispiel: Bei einem Wärmebedarf von durchschnittlich 4 kW pro Stunde wird für einen Tag eine Wärmemenge von 4 kW x 24 Stunden = 96 kWh benötigt.

Ein Kubikmeter gut gelagertes Laubholz würde mehr als drei Wochen lang reichen, um diese Wärmemenge zu erzeugen (2100 kWh / 96 kWh je Tag = 21 Tage und 21 Stunden). Wird stattdessen frisch geschlagenes Holz verbrannt, so reicht der gekaufte Kubikmeter lediglich knappe 11 Tage lang.

Bei Kachelöfen gibt es verschiedene Typen und Bauweisen. Ein spezieller Typ ist der Hypokaustenofen. Dabei handelt es sich um einen großen Strahlungsofen, bei dem mit Hilfe eines geschlossen Warmluftsystems in seinem Inneren die äußeren Ofenflächen erwärmt werden. Die im Feuerraum erzeugte Wärme wird hier also genau wie bei einem Grundofen ausschließlich über Strahlungsflächen in den Raum abgegeben. Im Gegensatz zum herkömmlichen Grund- bzw. Speicherofen wird die Wärme beim Hypokaustenofen allerdings nicht auf direktem Weg von den Rauchgaszügen an die Ofenfläche übertragen, sondern durch die Zirkulation der heißen Luft zwischen Feuerstelle, Nachheizzügen und Ofenhülle.

Hierfür wird ein ausgeklügeltes geschlossenes Warmluftsystem genutzt. Diese aufwendige Technik kommt bei komplizierten oder sehr großen Ofenformen zum Einsatz, die nicht mit einer normalen Heizgasführung beheizt werden können.

L

Seit einigen Jahren wird über die Schornsteinsysteme dem Ofen oder Kamin auch die benötigte Verbrennungsluft zugeführt – diese Schornsteine werden LAS-Schornstein bzw. Luft-Abgas-Schornstein genannt. Aus energetischen Gründen ist eine Verbrennungsluftzufuhr über einen parallelen Zug oder den Ringspalt, also dem Luftspalt zwischen keramischen Innenrohr und Mantelstein, empfehlenswert. Denn dann wird der Feuerstelle nicht kalte Außenluft, sondern vorgewärmte Luft zugeführt.

In Bestandsgebäuden wird für den nachträglichen Einbau von Schornsteinen zumeist ein Leichtbauschornstein oder ein Edelstahlschornstein verwendet. Als Leichtbauschornstein bezeichnet man – wie der Name schon sagt – leichte Schornsteinsysteme, die keine besonderen Anforderungen an die Statik des Gebäudes stellen und zudem auch einfach verzogen werden können. Sie bestehen in der Regel aus einem Mantelstein aus leichten Dämmstoff wie Kalziumsilikat oder Vermeculite und einem Edelstahlrohr.

Wird ein Schornstein nachträglich an der Außenwand montiert, so wird häufig der Edelstahlschornstein verwendet. Hier handelt es sich um ein doppelwandiges Edelstahlrohr, welches im Zwischenraum gedämmt ist. Edelstahlschornsteine erhält man auch lackiert oder mit Kupferaußenhülle.

O

Kachelöfen und Kachelkamine sind außen mit Ofenkacheln verkleidet – daher der Name. Dies sind keine normalen Fliesen, sondern spezielle keramische Bauteile, die aufgrund ihrer Eigenschaften einen gleichmäßigen Wärmedurchfluss bewirken. Dadurch wird eine angenehme, vor allen Dingen nicht zu heiße Wärmeabgabe gewährleistet, für die der Kachelofen so sehr geschätzt wird. Zudem sind die Ofenkacheln natürlich auch ein wesentliches Element zur Gestaltung des Ofens.

Rauchgasverbindung zwischen Ofen und Schornstein. Bei Kaminöfen häufig sichtbar und daher in das Design bzw. die Gestaltung der Feuerstelle mit einzubeziehen.

Mithilfe der Ofensteuerung wird die optimale Zuführung von Verbrennungsluft während des Abbrandes sichergestellt. Die verschiedenen Phasen der Verbrennung benötigen unterschiedliche Mengen an Verbrennungsluft, und die Zuführung der optimalen Luftmenge wird durch eine Ofensteuerung perfekt geregelt. Davon profitieren sowohl der Wirkungsgrad als auch das Emissionsverhalten des Kamins oder Ofens: Einerseits wird der saubere und komfortable Betrieb erreicht und andererseits die optimale Heizleistung der Feuerstelle gewährleistet.

Der offene Kamin ist eine handwerklich gemauerte Feuerstelle, die direkt an den Schornstein angeschlossen ist. Ein Kamin verbreitet Gemütlichkeit, ist sehr dekorativ und steigert die Wohnqualität; zur Beheizung des Raumes leistet er allerdings sehr wenig. Für diesen Zweck sind zum Beispiel Heizkamine oder Speicherkamine die richtige Lösung.

Der offene Kamin benötigt sehr viel Verbrennungsluft – durchschnittlich 360m³ bei einem Quadratmeter Feuerraumöffnung! Deshalb müssen beim offenen Kamin die Abmessungen von Verbrennungsluft, Feuerraumöffnung und Schornstein (Schornsteinquerschnitt und Schornsteinhöhe) exakt aufeinander abgestimmt werden, damit der Kamin funktioniert und „gut zieht“. Als Brennholz für den offenen Kamin eignen sich besonders gut trockene Harthölzer wie Buche und Birke, da sie kaum Funkenflug verursachen und ein schönes Flammenbild bieten.

Dies bedeutet, dass die Füllmenge des Holzes und die Zufuhr von Verbrennungsluft bei einem Ofen oder Kamin perfekt auf dem Feuerraum abgestimmt sind. Denn nur dann ist die optimale Durchmischung der Heizgase mit der Verbrennungsluft gewährleistet, was zu einer sauberen, emissionsarmen Verbrennung führt. Voraussetzung dafür ist zum einen die präzise Planung und Konstruktion sowie die fachgerechte Ausführung des Feuerraums durch den Fachmann und zum anderen die fehlerfreie Bediendung und Nutzung durch den Betreiber. Will man dauerhaft einen optimalen Abbrand erreichen, so ist der Einsatz einer Ofensteuerung sinnvoll.

P

Heizungssystem, dass nicht mit Öl, Gas oder Holz betrieben wird, sondern mit Holzpellets und daher eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative darstellt. Die Pellets werden entweder sackweise gekauft und eingespeist oder über einen externen Pelletspeicher zugeführt. Im letzteren Fall werden die Pellets wie Heizöl per Tanklastzug geliefert und in den Pellet-Speicherbehälter (Pelletsilo, Pellettank) eingeblasen. Ein Pelletofen mit Heizungsanbindung kann zur Ergänzung von klassischen Heizungsanlagen eingesetzt werden.

Ein Pelletofen ist ein Kaminofen, der nicht mit normalem Brennholz betrieben wird, sondern mit Holzpellets – das sind zu Stäbchen gepresste Holzreste. Aufgrund steigender Energiepreise hat das Interesse an Pelletöfen in den letzten Jahren stark zugenommen. Denn Holzpellets sind günstig, verfügen über einen guten Brennwert und sind umweltfreundlich: Beim Betrieb eines Pelletofens wird nur soviel Co2 freigesetzt, wie ein Baum zuvor während seines Wachstums aufgenommen hat.

Holzpellets sind zu Stäbchen gepresste Holzreste, die als Brennstoff zur Befeuerung von speziellen Pelletheizungen und Pelletöfen verwendet werden. Sie haben einen sehr guten Brennwert und gelten als günstige und umweltfreundliche Alternative zum Heizen mit Erdöl und Erdgas. Holzpellets sind ein reines Naturprodukt und dürfen keine Fremdstoffe oder Bindemittel beinhalten. Sie werden z.B. in Sägewerken als Nebenprodukt hergestellt und können über den Brennstoffhandel bezogen werden. Die Preise für Pellets sind verglichen mit den Preisen für andere Brennstoffe sehr günstig.

Ein Kachelofen muss in der Außenansicht nicht unbedingt Ofenkacheln haben, sondern kann auch glatt verputzt werden. Dafür gibt es Spezial-Verputze in verschiedenen Körnungen und Strukturen bis hin zum Glattspachtelputz. Gleiches gilt für Heizkamine und Speicherkamine, bei denen die Hülle um den Speicherblock aus Schamottesteinen besteht und verputzt werden kann. Wie Raumwände und -decken müssen auch diese Flächen regelmäßig frisch gestrichen werden.

R

Alle Energiequellen, die sich in absehbarer Zeit erneuern, werden als regenerative Energien bezeichnet. Das sind Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie und auch nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Holz. Da Brennholz regional gehandelt wird, hat es zudem keine langen Transportwege. Heizen mit Holz ist also auch aus energetischer Sicht eine sinnvolle Lösung.

S

(auch: Schamott) Schamotte ist ein feuerfester natürlicher Werkstoff auf der Basis von Ton. Er wird als Baustoff für den Feuerraum und die Speichermasse von Kamin- und Kachelöfen verwendet. Schamotte hat die Eigenschaft, Wärme sehr nachhaltig zu speichern und langsam wieder abzugeben. Dadurch spendet Schamotte wohlige Wärme, noch lange nachdem das Feuer erloschen ist.

Der Schornstein ist der „Motor“ für Kamin und Ofen – ohne Schornstein sind sie nicht funktionsfähig. Im Feuerraum entstehen bei der Verbrennung Heizgase; der Schornstein sorgt mit seinem Unterdruck (dem sogenannten „Saugzug“) dafür, dass diese Heizgase nach außen abtransportiert werden. Schornsteinquerschnitt und Schornsteinhöhe sind die entscheidenden Faktoren dafür, dass die Feuerstelle gut funktioniert und der Kamin bzw. Ofen „gut zieht“, wie es umgangssprachlich heißt.

Genaue Schornsteinberechnungen – welcher Schornstein für welchen Ofen geeignet ist und umgekehrt – gehören bei einem Fachbetrieb wie VOK zur Planung der Anlage dazu. Als Faustregel für einen problemlosen Betrieb gilt: Der Schornstein muss mindestens 4,5 m hoch sein und sein Querschnitt sollte ungefähr dem Querschnitt entsprechen, den der Abgasstutzen des jeweiligen Gerätes hat. Bei Kachelöfen und Kaminöfen wird ein Durchmesser von 16 bis 18 cm empfohlen. Für offene Kamine je nach Feuerraumöffnung 25 bis 35 cm Durchmesser.

Alte, gemauerte Schornsteinzüge (siehe auch Schornsteine), haben unter dem jahrzehntelangen Einsatz meist stark gelitten. Diese Schornsteine müssen, will man sie weiter nutzen, saniert werden. Aber nicht nur der Zustand an sich, auch Querschnitt oder Ausführung des Schornsteines können in manchen Fällen nicht zur geplanten Feuerstelle passen. So ist z. B. ein großer gemauerter Zug ungeeignet für einen Kaminofen neuester Generation, da die Rauchgase mit geringerer Temperatur in den Schornstein gelangen und eine Durchfeuchtung (Versottung) verursachen würden.

In aller Regel werden zur Sanierung dann Edelstahlrohre eingezogen. Eine Instandsetzung kann aber auch z. B. durch nachträgliches Ausschlemmen des Zuges erfolgen. Hierbei werden die porösen Fugen des alten Zuges mittels Zementschlemme wieder verdichtet.

Damit Kamin oder Ofen überhaupt funktionieren können, benötigt man einen Schornstein mit ausreichend starkem Schornsteinzug, denn dieser Zug transportiert die Heizgase nach draußen ab. Der Schornsteinzug entsteht durch die Differenz zwischen der Außentemperatur (oben am Schornsteinkopf) und der Raumtemperatur (unten am Schornsteineintritt). Da es in aller Regel drinnen deutlich wärmer ist als draußen, entsteht durch die Druckdifferenz eine thermischer Unterdruck bzw. eine Strömung. Mit Hilfe dieser Strömung werden die Rauchgase durch den Schornstein nach draußen abgesogen. Wenn also jemand sagt, ein Kamin „zieht gut“ ist damit eigentlich ein guter Schornsteinzug gemeint.

Große Widerstände zwischen Feuerraum und Schornsteineintritt – z.B. durch zu lange keramische Züge – können dazu führen, dass der notwendige Zug im Feuerraum nicht ankommt und die Rauchgase nicht abziehen – dann tritt Qualm aus. An warmen Sommertagen kann es sogar zum Überdruck kommen, wenn der Schornsteinkopf von der Sonne aufgeheizt wird und so die Schornsteinmündung wärmer als der Schornsteineintritt ist – in diesem Fall verläuft die Thermik anders herum. Hier hilft dann oft nur ein Lockfeuer im Schornstein.

Umgangssprachliche Bezeichnung für einen klassischen sog. „Kolonnenofen“ aus Skandinavien: Dies sind Kachelöfen (= Grundöfen), meist weiß glasiert, rund und mit verzierter Krone, es gibt aber auch rechteckige Ausführungen in anderen Glasurfarben. Sehr gut erhaltene Stücke werden inzwischen als Antiquitäten geschätzt und teuer gehandelt. Allerdings sollte man bei solchen Angeboten Qualität und Preis ganz genau unter die Lupe nehmen. Die alten Motive sind heute noch Grundlage für die Fertigung von Ofenkacheln, so dass auch Kachelöfen mit neuester Technik im alten Gewand angeboten werden können.

Ein Schwelbrand ist nichts Gutes und entsteht durch eine unvollständige Verbrennung. Zum Beispiel weil der Brennstoff feucht ist oder dem Feuer nicht ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht. Die freigesetzten Gase können sich dann nicht entzünden und verbrennen somit nicht. Auf diesem Weg entstehen unverbrannte Kohlenwasserstoffe und polyzyklische Aromate, die einerseits Feuerraum, Rauchgasweg und Schornstein verschmutzen und andererseits die Umwelt stark belasten.

Eine Solaranlage ist eine technische Anlage zur Umwandlung von Sonnenenergie in eine andere Energieform. Solarkollektoren dienen im Privatbereich klassisch der Wärmeerzeugung, inzwischen aber auch der Stromerzeugung. Verfolgt man das Ziel, autark von fossilen Brennstoffen zu heizen, so ist die Kombination aus Solaranlage und Kachelofen ideal. Im Sommer wird ein Großteil der Heizungs- und Brauchwasserwärme durch die Solaranlage bereitgestellt, und im Herbst und Winter besorgt das der Kachelofen mit Heizungsanbindung.

Speckstein ist ein Naturstein mit sehr hoher Rohdichte. Deshalb wird er gern als Speichermasse verwendet. Sehr beliebt ist er auch als Verkleidungsmaterial von Kaminöfen, allerdings ist er nur in grau erhältlich.

Im Gegensatz zum offenen Kamin ist ein Speicherkamin eine geschlossene Feuerstelle mit einem Kamineinsatz und einer Panoramascheibe aus Glaskeramik. Beim Speicherkamin werden die Heizgase aus dem Feuerraum genutzt, um eine keramische Speichermasse aufzuheizen. Die Wärmeabgabe an den Raum erfolgt verzögert, und man spürt noch über Stunden eine milde Strahlungswärme, auch wenn das Feuer schon erloschen ist. Das Prinzip ist also ähnlich wie bei einem Kachelofen. Der Speicherkamin hat den höchsten Wirkungsgrad aller Kaminsysteme.

Damit überschüssige Energie zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann, muss sie zwischenzeitlich gespeichert werden. Alle Typen von Speicherkaminen und Speicheröfen (Kachelöfen, Grundöfen) haben die herausragende Eigenschaft, einen Großteil der erzeugten Wärmeenergie nachhaltig zu speichern und über Strahlungsflächen langsam und gleichmäßig in den Raum abzugeben – dafür sorgt die Speichermasse.

Im Inneren von Kachelöfen ist das z. B. ein aus Schamotte gemauertes System von Rauchgaskanälen, auch keramische Züge genannt, die Wärme aus den Rauchgasen aufnehmen und speichern. Die so abgespeicherte Energie wird dann über die Fläche des Ofens nach und nach als wohlige Strahlungswärme in den Raum abgegeben – also auch wenn das Feuer längst erloschen ist, heizt ein solcher Ofen noch über Stunden den Raum.

Bei Kaminen und Öfen mit Heizungsanbindung wird als Speichermasse Wasser eingesetzt. Hierzu dient ein isolierter Pufferspeicher – die Standardlösung im Heizungsbau. Die überschüssige Wärme wird im Heizwasser zwischengelagert und kann dann bedarfsgerecht über das Heizungssystem in die Räume verteilt und abgegeben werden.

Dies ist die klassische Bauart eines Kachelofens. Der Grundofen speichert die im Feuerraum freigesetzte Energie (Wärme) in der Speichermasse und gibt sie über Stunden als Strahlungswärme an den Raum ab. Geheizt wird klassisch in einem aus Schamotte gemauerten Feuerraum. Die Rauchgase ziehen durch die keramischen Nachheizzüge (üblicherweise aus Schamotte) im Ofenkorpus, dadurch wird die Speichermasse des Ofens wie eine Art „Wärmeakku“ aufgeladen. Die so gespeicherte Wärmeenergie wird über die Oberfläche des Ofens stundenlang als milde Strahlungswärme abgegeben. Die Heizleistung eines Grundofens wird über die Ofenoberfläche und die Oberflächentemperatur, die Speicherleistung wird durch das Gewicht bestimmt.

Wird ein Warmluftofen wie z. B. ein klassischer Kaminofen überheizt, besteht die Gefahr der Staubverschwelung. Damit bezeichnet man die Verbrennung von Staubpartikeln in der ausgeströmten Warmluft (Konvektionsluft). Staubverschwelungen führen zu Gerüchen und zu Verschmutzungen an Wänden und Decken in der Umgebung des Ofens.

Oberbegriff für alle Öfen, bei denen die im Feuerraum freigesetzte Energie gespeichert und über Stunden als Strahlungswärme an den Raum abgegeben wird: Kachelofen, Grundofen, Speicherofen, Hypokaustenofen. Näheres unter den genannten Begriffen.

Damit bezeichnet man die Wärmestrahlung, die von einem aufgeheizten Ofen oder Kachelofen ausgeht. Strahlungswärme ist mit der Wärme durch Sonnenstrahlung (also langwelligen Infrarotstrahlen) vergleichbar – deshalb empfinden wir Strahlungswärme auch als äußerst wohltuend und angenehm. Dies trifft ganz besonders zu, wenn die Strahlungskörper mit milder Wärme abstrahlen: Eine Oberflächentemperatur zwischen 40°C und 65°C wird am angenehmsten empfunden.

Speicheröfen, Grundöfen/Kachelöfen und Speicherkamine gelten als die typischen Vertreter für Strahlungswärme, da hier meistens auch genügend Speichermasse zur Verfügung steht, um über Stunden lang anhaltende milde Strahlungswärme zu erzeugen.

Im Gegensatz dazu geht von einem Feuerraum mit Keramikscheiben eine punktuelle Oberflächentemperatur von 200°C bis 400°C aus. Diese Wärmestrahlung empfindet man eher wie einen „Punktstrahler“, weshalb sie lieber nicht direkt auf Sitzbereiche des Menschen gerichtet sein sollte.

V

Ein Feuer braucht bekanntlich Sauerstoff, um zu brennen. Dies ist natürlich auch für den Betrieb von Ofen und Kamin wichtig. Für die Verfeuerung von 1 kg Holz wird zum Beispiel ca. 4 m³ Verbrennungsluft benötigt. Gute Holzöfen werden sogar mit einem Luftüberschuss betrieben. Für ein effektives Verbrennungsergebnis, einen hohen Wirkungsgrad und geringe Emissionen ist eine exakte Einstellung der Verbrennungsluft beim Ofen entscheidend. Ist es dem Betreiber wichtig, den Sauerstoffgehalt in seiner Raumluft hoch zu halten und gleichzeitig eine gute Verbrennung zu gewährleisten, so empfiehlt es sich, der Feuerstelle Verbrennungsluft direkt von außen zuzuführen.

W

Der Wärmebedarf ist eine Größeneinheit, die in kW angegeben wird. Er sagt aus, wie viel Energie in einem Raum oder Haus stündlich zugeführt werden muss, um bei einer Außentemperatur von z. B. -15° C eine Raumtemperatur von z. B. +20° C zu halten. Hat ein Wohnraum einen Wärmebedarf von 3 kW, so muss jede Stunde 3 kW/h zugeführt werden, um den gewünschten Heizeffekt zu erreichen. Für 24 Std. müssen demnach 72 kW/h bereitgestellt werden. Dies entspricht etwa einem Heizwert von 20 kg trockenem Scheitholz in einem Ofen mit einem Wirkungsgrad von 85%.

wird erzeugt, indem sich kühlere Raumluft an warmen bzw. heißen Oberflächen – z.B. von Kaminöfen, Warmluftkachelöfen, Heizkaminen oder Heizkörpern – erwärmt. Mit dem Warmluftprinzip wird die Raumluft im Umwälzverfahren erwärmt. Auf diesem Weg kann ein großes Raumvolumen schnell beheizt werden.

Bei dieser Kachelofen-Bauart wird die im Feuerraum erzeugte Energie sofort in Heizleistung umgesetzt: In der Ofenhülle befindet sich ein freistehender gusseiserner Heizeinsatz und daran angrenzend eine metallische Nachheizfläche. Daran erwärmt sich die Raumluft und tritt als Warmluft über Gitter in den Raum aus. Ein Warmluftkachelofen heizt daher schnell und effektiv.

Ein Warmluftkamin ist eine geschlossene Feuerstelle mit Panoramascheibe aus Glaskeramik und kann einen Raum überschaubarer Größe sehr schnell beheizen: Über eine spezielle Technik wird die Raumluft angesaugt, um den Brennraum herumgeführt und dabei erhitzt und schließlich als Warmluft wieder in den Raum abgegeben. Damit hat der Warmluftkamin eine deutlich höhere Heizwirkung als ein offener Kamin – allerdings nur, solange das Feuer brennt. Denn der Warmluftkamin heizt zwar schnell und effektiv, aber die Wärme wird nicht gespeichert.

bezeichnet das Verhältnis zwischen der während des Abbrandes freigesetzten Energiemenge und der dem Raum dann tatsächlich zugeführten Wärmemenge. Verbrennt man z.B. 10 kg Holz und setzt dadurch 40 kW/h Energie frei, so werden dem Raum bei 85% Wirkungsgrad 34 kW/h Heizleistung zugeführt. Je höher also der Wirkungsgrad ist, desto effektiver ist die Energieausbeute. Wirkungsgradverluste setzen sich aus „Unverbranntem“ (bei einer unvollständigen Verbrennung) und Abgasverlusten zusammen. Offene Kamine haben lediglich einen Wirkungsgrad von 10-20%, Heizkamine und Kaminöfen haben zwischen 40-70% Wirkungsgrad und gute Kachelöfen können gar einen Wirkungsgrad von 80-90% erreichen.